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Gattung: Hottentottenfeige (Carpobrotus)

Zur Gattung gehören ca. 13 Arten.

Blüten rot oder rosa
Blätter graugrün
> 1

Blüten gelb, bei Alterung oft hell pinkfarben
Blätter grün, oft rötlich überlaufen
> 2

 

1     Blüten rot oder rosa


Carpobrotus acinaciformis
(Rote Hottentottenfeige)

VII - IX, Dünen, Phrygana
               Riva Ligure (Italien)
               Ilha da Tavira, Portugal

Synonyme:
Rote Mittagsblume
Carpobrotus edulis var rubescens
Mesembryanthemum acinaciforme
Mesembryanthemum acinaciforme var. purpureum L.; Abryanthemum acinaciforme (L.) Rothm.; Carpobrotus concavus L. Bol.; Carpobrotus laevigatus (L. Bol.) Schwant.; Mesembryanthemum laevigatum Haw.; Carpobrotus rubrocinctus (Haw.) Schwant.; Mesembryanthemum rubrocinctum Haw.; ?Mesembryanthemum falcatum Murr.; ?Mesembryanthemum rubrocinctum Eckl. & Zeyh.; Mesembryanthemum subalatum Haw.; Carpobrotus subalatus (Haw.) Schwant.; Carpobrotus vanzijliae L. Bol.
 

English name:
Giant Pigface, Sally-my-handsome, Sour Fig

Weltweite Verbreitung:
South- Africa

Eingebürgert vor allem in küstennahen Gebietenin:
*Portugal, *Spain, *Baleares, *France, *Corsica, *Sardinia, *Sicily, *Italy, *Greece, *Crete, 
*Canary Isl., *Cyprus, *Libya, *Algeria, *Morocco

Gefahren durch die Hottentottenfeigen:
Von Gärten wildern die Pflanzen aus und dringen in Dünenbereiche und Felsküsten ein, wo sie binnen kürzester Zeit große Flächen zuwuchern. In den Früchten bilden sie hunderte von Samen, die von Tieren über größere Distanzen verbreitet werden. Einmal im Boden verankert, vermehren und verbreiten sie sich auch mit vegetativen Ausläufern. Allein mit Hilfe dieser vegetativen Ausbreitung gewinnt jede einzelne Pflanze pro Jahr 40 cm Terrain und verdrängt die langsamwüchsigen heimischen Pflanzenarten. Außerdem haben die auffälligen Blüten der Hottentottenfeigen große Anziehungskraft auf Insekten, so dass die heimischen Arten weniger bestäubt werden. Auch das Meer haben die Hottentottenfeigen auf ihrer Seite, wenn die Flut Pflanzenteile abreißt, davonträgt und andernorts wieder anlandet

 

 

 

 

 

Pflanze 5 - 10 cm groß
mit niederliegenden bis 300 cm langen Ästen

Blüten rosa bis rot, 3 - 10 cm im Durchmesser, mit bis zu 250 Perigonblättern 

und bis zu 300 Staubblättern, 8 - 12 Fruchtblätter, Narben strahlenförmig, linealisch und gefiedert

Blüten mit 4 - 5 ungleich großen Kelchlappen: die zwei äußeren gegenüberliegenden sind jeweils vergrößert, gelegentlich blattähnlich, die zwei oder drei inneren sind kleiner, sie sind breitrandig häutig

Früchte fleischig, feigenähnlich, 3 - 4 cm lang, essbar
mit bis zu 1000 Samen, die Schleim eingebettet sind

Blätter graugrün, 

dickfleischig, im Querschnitt dreieckig

 

 

2     Blüten gelb, später pink werdend


Carpobrotus edulis
(Gelbe Hottentottenfeige)


Photo und copyright Michael Hassler

III - VI, Ruderalstellen, Felsen, Phrygana
              Sagres, Hafen 

Synonyme:
Caprobrotus edulis var. edulis
Mesembryanthemum edule
Gelbe Mittagsblume
Essbare Mittagsblume
Hexenfinger

English name:
Hottentot Fig, Freeway Iceplant, Cape Fig

Weltweite Verbreitung:
South- Africa

Eingebürgert 
*Portugal, *Spain, *Baleares, *France, *Corsica, *Sardinia, *Sicily, *Italy, *former Yugoslavia, *Albania, *Greece, *Aegaean Isl.,
*Cyprus, *Turkey, *Lebanon / Syria, *Israel / Jordania, *Malta, *Libya, *Algeria, *Morocco, *Belgium, *England, *Ireland, *Western Australia, *Southern Australia, *Queensland, *New South Wales, *Victoria, *Tasmania, *New Zealand, *Argentina, *Azores, *Madeira, *Canary Isl., *Cape Verde Isl. (*Santo Antao Isl., *Fogo Isl.), *USA, *Mexico

Die Früchte werden roh oder in Fruchtsalaten verzehrt, zu Marmelade verarbeitet oder getrocknet

Gefahren durch die Hottentottenfeigen:
Von Gärten wildern die Pflanzen aus und dringen in Dünenbereiche und Felsküsten ein, wo sie binnen kürzester Zeit große Flächen zuwuchern. In den Früchten bilden sie hunderte von Samen, die von Tieren über größere Distanzen verbreitet werden. Einmal im Boden verankert, vermehren und verbreiten sie sich auch mit vegetativen Ausläufern. Allein mit Hilfe dieser vegetativen Ausbreitung gewinnt jede einzelne Pflanze pro Jahr 40 cm Terrain und verdrängt die langsamwüchsigen heimischen Pflanzenarten. Außerdem haben die auffälligen Blüten der Hottentottenfeigen große Anziehungskraft auf Insekten, so dass die heimischen Arten weniger bestäubt werden. Auch das Meer haben die Hottentottenfeigen auf ihrer Seite, wenn die Flut Pflanzenteile abreißt, davonträgt und andernorts wieder anlandet.

 

 

 

 

 

Pflanze 5 - 10 cm groß
mit niederliegenden bis 300 cm langen Ästen

Blüten anfangs gelb 
5 - 9 cm im Durchmesser

Blüten bei Alterung oft pinkfarben, 

mit 4 - 5 ungleich großen Kelchlappen

Früchte keulenförmig, 3 - 3,5 cm lang, mit 7 - 14 Kammern

Fruchtfleisch süß schmeckend

Triebe geflügelt, Blätter grün, oft rötlich überlaufen
am Kiel und an den Rändern gesägt

Blätter dickfleischig, im Querschnitt dreieckig