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Gattung:   Asclepias (Seidenpflanze)

Gehört zur Unterfamilie Asclepiadoidea. 
Zur Gattung gehören 120 bis 140 Arten.

Kronblätter rosa, rot oder purpurn, selten weißlich
Blätter lanzettlich oder eiförmig
> 1

Kronblätter orange, Nebenkronsegmente gelb oder orange
Blätter lanzettlich, gegen- oder wechselständig
> 2


Photo und copyright Michael Hassler

 

1     Kronblätter rosa, rot oder purpurn, selten weißlich, Blätter lanzettlich oder eiförmig


Asclepias syriaca
(Gewöhnliche Seidenpflanze)

VI - VIII, Zierpflanze, Felder, Wegränder, Wiesen
                 Botanischer Garten Ulm
                 Waghäusel

Synonyme:
Echte Seidenpflanze,
Gewöhnliche Seidenblume
Asclepias apocinum Gater.; Asclepias cornuti Decaisne; Asclepias globosa Stokes; Asclepias grandifolia Bertol.; Asclepias illinoensis Michx. ex Steud.; Asclepias intermedia Vail; Asclepias kansana Vail; Asclepias pubescens Moench; Asclepias pubigera Dum.; Asclepias serica Rafin.; 

English name:
Common Milkweed

Nom francais:
Herbe à la ouate

Nome italiano: 
Ascledias siriana

Verbreitung in Deutschland:
Stellenweise eingebürgerter Neophyt 
Wenige weit verstreute Einzelfunde 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: mit Einbürgerungstendenz, Berlin: R (sehr selten) [Neophyt], Brandenburg: unbeständig, Hamburg: unbeständig, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: unbeständig, Nordrhein-Westfalen: unbeständig, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: unbeständig, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: unbeständig 

Weltweite Verbreitung:
USA, Canada

Eingebürgert in:
*Austria, *Germany, *Switzerland, 
*France, *Corsica, *Italy, *former Yugoslavia, 
*Bulgaria, *former Czechoslovakia, *Hungary, *Romania, *Crimea, *Ukraine, *Caucasus / Transcaucasus

 

 

Pflanze 100 - 250 cm groß

Blüten in vielblütigen Dolden

Kelchblätter grün, unscheinbar, nur an der geschlossenen Blüte erkennbar
Kronblätter grünlich, weißlich oder rosa


Photo und copyright  Michael Hassler

In der Mitte der Blüte befindet sich das grünlich- weiße Gynostegium (= verwachsenes Gebilde aus den verbreiterten Narben und den anliegenden Staubblättern)
und 5 muschelförmige trübrosa Nebenkronsegmente aus denen jeweils ein Hörnchen ragt, Hörnchen meist kürzer als die Nebenkronsegmente

Kronblätter nach unten geschlagen, Nebenkronsegmente aufrecht

Blüten lang gestielt

Fruchtoberfläche weichdornig, behaart

Früchte enthalten vielen seidig behaarten Samen

Stängelsaft milchfarben

Blätter gegenständig, eiförmig, 15 - 20 cm lang

vorne stumpf, Nerven fast rechtwinklig abgehend

Blätter unterseits weich- filzig

 

 

 

2    Kronblätter orange, Nebenkronsegmente gelb oder orange, Blätter lanzettlich, gegen- oder wechselständig

Stängel abstehend behaart, Saft des Stängels klar, nicht milchfarben,
Blätter teilweise wechselständig, +/- sitzend
Nebenkronsegmente meist orange
> 3


Photo und copyright Michael Hassler

Stängel angedrückt behaart, Saft des Stängels milchfarben,
Blätter gegenständig oder quirlig, +/- gestielt
Nebenkronsegmente meist gelb
> 4


Photo und copyright Jose Quiles Hoyo

 

3     Stängel abstehend behaart, Blätter teilweise wechselständig, +/- sitzend, Nebenkronsegmente meist orange


Asclepias tuberosa
(Knollige Seidenpflanze)


Photo und copyright Michael Hassler

VI - VIII, Staudenbeete, Prärien, trockene Felder
                 Botanischer Garten Tübingen

Synonyme:
Asclepias decumbens L., 

English name:
Butterfly Milkweed

Nome italiano: 
Asclepias tuberosa

Weltweite Verbreitung:
USA, Mexico

Eingebürgert in:
*Italy (Lombardei)

 

 

Pflanze 30 - 100 cm groß
wenig verzweigt


Photo und copyright Michael Hassler

Blüten in vielblütigen Dolden
Kelchblätter grün, unscheinbar,  nur an der geschlossenen Blüte erkennbar


Photo und copyright Michael Hassler

Kronblätter orange, nach unten geschlagen


Photo und copyright Michael Hassler

In der Mitte der Blüte befindet sich das grünlich- weiße Gynostegium (= verwachsenes Gebilde aus den verbreiterten Narben und den anliegenden Staubblättern)
und 5 muschelförmige orangen Nebenkronsegmente aus denen jeweils ein Hörnchen ragt, Hörnchen meist länger als die Nebenkronsegmente


Photo und copyright Michael Hassler

Balgfrüchte bis 12 cm lang, Fruchtstiele herabgebogen
enthalten viele seidig behaarten Samen

  
Photo und copyright Michael Hassler

Stängel abstehend behaart, Saft des Stängels klar, nicht milchfarben,
Blätter teilweise wechselständig, +/- sitzend


Photo und copyright Michael Hassler

 

 

4     Stängel angedrückt behaart, Blätter gegenständig oder quirlig, +/- gestielt, Nebenkronsegmente meist gelb


Asclepias curassavica
(Curacao- Seidenpflanze)


Photo und copyright Michael Hassler

VI - IX, Kübelpflanze
              

Synonyme:
Indianer- Seidenpflanze
Asclepias aurantiaca Salisb.; Asclepias bicolor Moench; Asclepias syriaca Blanco; Asclepias curassavica f. flaviflora Tawada; Asclepias curassavica f. kentingensis F.C. Ho

English name:
Blood flower, Red Milkweed, Wild Ipecac

Weltweite Verbreitung:
Mexico, Peru, Belize, Galapagos Isl., Jamaica, Puerto Rico, Bermuda, Bahamas, Turks & Caicos Isl., Costa Rica, Nicaragua, Cuba, Venezuela Guyana, Surinam, French Guiana, Panama, Lesser Antilles, Trinidad, Tobago

Eingebürgert in:
*S- Spain, *Sicily
*Cyprus, *Malta, *Madeira, *Canary Isl., *Cape Verde Isl., 
*Argentina, *Bolivia, *Brazil (*Mato Grosso, etc.), *Paraguay, Ecuador, *Chile,  *Morocco, *Australia, *Java, *Seychelles, *trop. Afr., *Anhui, *China, *Taiwan, *Tibet, *Japan, *Ryukyu Isl., *New Caledonia, *Fiji, *Malaysia, *Sri Lanka, *Nepal, *Cocos (Keeling) Isl., *Chagos Arch. (*Diego Garcia), *Cook Isl. (*Rarotonga), *Gilbert Isl. (*Tarawa), *Marquesas Isl., *Marshall Isl. (*Lae, *Utitik, *Ailuk, *Ailinglapalap, *Majuro, *Arno, *Jaluit), *Micronesia (*Yap, *Ulithi, *Woleai, *Faraulap, *Ifaluk, *Lamotrek, *Satawal, *Namonuito, *Nomwin, *Murilo, *Truk, *Tol, *Pis, *Etal, *Satawan, *Nukuoro, *Kapingamarangi, *Mokil, *Pohnpei, *Pingelap, *Kosrae), *N-Line Isl. (*Fanning Isl.), *Palau Isl. (*Koror, *Peleliu, *Sonsorol), *Society Isl. (*Tahiti, *Moorea, *Raiatea), *Southern Marianas (*Saipan, *Tinian, *Aguijan, *Rota, *Guam), *Tonga (*Tongatapu, *'Eua, *Vava'u), *Tuamotu Arch. (*Takapoto Atoll), *Western Samoa (*Upolu), *American Samoa (*Tutuila),  *Hawaii (*Kauai, *Oahu, *Molokai, *Lanai, *Maui, *Kahoolawe Isl., *Hawaii Isl.), *Bhutan, *India, *Sikkim, *Burma, *Pakistan, *USA, *U.S. Virgin Isl.

Asclepias curassavica ist für die Raupen des MOnarchfalters (Danaus plexippus) eine wichtige Nahrungspflanze.

 

 

Pflanze 30 - 120 cm groß
wenig verzweigt


Photo und copyright Michael Hassler

Blüten in vielblütigen Dolden


Photo und copyright Jose Quiles Hoyo

Kronblätter orange, nach unten geschlagen
Kelchblätter grün, unscheinbar, nur an der geschlossenen Blüte erkennbar


Photo und copyright Michael Hassler

In der Mitte der Blüte befindet sich das grünlich- weiße Gynostegium (= verwachsenes Gebilde aus den verbreiterten Narben und den anliegenden Staubblättern)
und 5 muschelförmige gelben Nebenkronsegmente aus denen jeweils ein Hörnchen ragt, Hörnchen meist länger als die Nebenkronsegmente


Photo und copyright Jose Quiles Hoyo

Balgfrüchte bis 10 cm lang
enthalten viele seidig behaarten Samen

 
Photo und copyright Jose Quiles Hoyo

Stängelsaft milchfarben
Blätter gegenständig, +/- gestielt, 8 bis 12 cm lang und 1 bis 2 cm breit, kahl 


Photo und copyright Michael Hassler

Auf der Oberseite dunkelgrün, auf der Unterseite bläulichgrün


Photo und copyright Michael Hassler