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Artemisia - Pflanze größer 30 cm, Blätter gefiedert oder fiederteilig, Blattabschnitte breit, oberseits kahl
Köpfchen kahl, 2 - 3 mm im Durchmesser

Köpfchen gestielt, nickend
> 1


Photo und copyright Julia Kruse

Köpfchen +/- sitzend, aufrecht
> 2


Photo und copyright Matt Lavin, Montana State University

 

1        Köpfchen gestielt, nickend


Artemisia annua L.
(Einjähriger Beifuß)

VIII - X, Ruderalstellen, Ufer (0 - 500 m)
               St-Maries-de-la-Mer, Bouches-du-Rhône, Frankreich, 5 m ü.M. (18.08.2014)

Synonyme:
Artemisia chamomilla C. Winkler; Artemisia exilis Fisch. ex DC.; Artemisia hyrcana Spreng.; Artemisia plumosa Fisch. ex Bess.; Artemisia stewartii C. B. Clarke; Artemisia suaveolens Fisch.; Artemisia wadei Edgew.

English name:
Sweet Wormwood

Nom francais:
Armoise annuelle

Nome italiano: 
Assenzio annuale

Verbreitung in Deutschland:
Stellenweise eingebürgerter Neophyt
Sachsen-Anhalt und entlang Elbe zerstreut bis mäßig häufig, restliches Gebiet Einzelfunde 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: unbeständig, Bayern: unbeständig, Berlin: unbeständig, Brandenburg: unbeständig, Hamburg: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: unbeständig, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: unbeständig, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: unbeständig, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia, Albania, 
Greece,
Romania, Bulgaria, Turkey, Estonia, Latvia, Lithuania, Belarus, Moldova, Russia, Ukraine, Crimea, Turkestan, China, Taiwan, Tibet, Mongolia, Cyprus, Iran, Syria, Afghanistan, Pakistan

Eingebürgert in:
*Austria, *Germany, *Switzerland, 
*Spain, *France, *Corsica, *Sicily, *Italy, *Slovenia, 
*England, *Denmark, *Belgium, *Liechtenstein, *Poland, *Czech Republic, *Slovakia, *Hungary,  *Japan, Java, *Peru Andes, *Argentina, *Burma, *Jammu & Kashmir, *Canada, *USA

Etymologie:
- Artemisia: benannt nach der griechischen Göttin Artemis
- annua: einjährig

Verwendung:
Artemisia annua findet bei der Behandlung von Malaria, Blähungen, Durchfall, Erkältungen, Fieber, Krebs und  Menstruationsbeschwerden Verwendung und wird in China schon seit 2000 Jahre als Heilpflanze genutzt


 

 

Pflanze 50 - 200 cm groß,
nicht säulenförmig, beim Zerreiben aromatisch riechend

Blüten in reich verzweigter Rispe


Photo und copyright Julia Kruse

Blütenköpfe kugelig, nickend, > 2 mm


Photo und copyright Julia Kruse

Röhrenblüten gelb


Photo und copyright Kristian Peters (GFDL)

Stängel +/- kahl, deutlich gerillt

Blätter fein 2 - 3 fach gefiedert, Fiederchen staubgrau, kahl
meist nicht im 90°- Winkel abstehend

Endabschnitte fiederspaltig oder ganzrandig


Photo und copyright Julia Kruse

Zwischen den Hauptabschnitten der Blätter ohne kleine Lappen


Photo und copyright Julia Kruse

Untere Blätter zur Blütezeit abgestorben

 

 

2        Köpfchen +/- sitzend, aufrecht

Pflanze 30 - 100 cm hoch
Obere Stängelblätter mit schmal lanzettlichen, einfach gesägten Fiederabschnitten, 
Untere Blätter einfach fiederschnittig, ohne kleinen Lappen zwischen den Hauptabschnitten
> 3


Photo und copyright Oliver Heyers "Garibaldi"

Pflanze säulenförmig, bis 300 cm hoch
Obere Stängelblätter breit lanzettlich, unregelmäßig doppelt gesägt, 
Untere Blätter doppelt fiederschnittig, mit
kleinen Lappen zwischen den Hauptabschnitten
> 4


Photo und copyright Thomas Muer

 

3      Obere Stängelblätter mit schmal lanzettlichen, einfach gesägten Fiederabschnitten


Artemisia biennis Willd.
(Zweijähriger Beifuß)


Photo und copyright Oliver Heyers "Garibaldi"

VII - IX, Ruderalstellen, Flussufer, Häfen
                Wittenberge, Elbufer (Oliver Heyers 19.09.2020)
                Bozeman, Montana (Matt Lavin 17.09.2012)

Synonyme:
Artemisia biennis var. diffusa R.D. Dorn

English name:
Biennial Wormwood

Nom francais:
Armoise bisanuelle

Nome italiano: 
Assenzio bienne

Verbreitung in Deutschland:
Stellenweise eingebürgerter Neophyt 
(entlang der mittleren Elbe; ansonsten lokal (z. B. nördl. Ruhrgebiet, um Leipzig, Hannover), am westlichen Bodensee in Ausbreitung begriffen

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Turkey, Russia, Kazakhstan, Mongolia, Iran, India, Nepal, Pakistan, China, Tibet, Afghanistan,
Canada, Alaska, USA

Eingebürgert in:
*Germany, *Switzerland, 
*Portugal, *Spain, *France, *Italy (nur Friaul), 
*England, *Ireland, *Denmark, *Netherlands, *Belgium, *Norway, *Finland, *Poland, *Czech Republic, *Latvia, *Ukraine

Etymologie:
- Artemisia: benannt nach der griechischen Göttin Artemis
- biennis: zweijährig

 


 

 

Pflanze 30 - 100 cm groß, 
 +/- kahl, ohne nicht blühende Triebe, schwach aromatisch


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

Körbe in schmaler Doppeltraube oder Rispe


Photo und copyright Matt Lavin, Montana State University

Köpfchen kahl, fast sitzend, aufrecht, 2,5 - 3 mm im Durchmesser


Photo und copyright Oliver Heyers "Garibaldi"

Hüllblätter schmal hautrandig


Photo und copyright Matt Lavin, Montana State University

Stängel rundlich, kahl


Photo und copyright Matt Lavin, Montana State University

Stängelblätter einfach fiederschnittig, mit schmal lanzettlichen, einfach gesägten Fiederabschnitten, Zähne weit voneinander entfernt

Stängelblätter 

 Blattrhachis ganzrandig, oder spärlich gezähnt


Photo und copyright Thomas Muer


Untere Blätter einfach fiederschnittig, ohne kleinen Lappen zwischen den Hauptabschnitten


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

 

 

4     Obere Stängelblätter breit lanzettlich, unregelmäßig doppelt gesägt


Artemisia tournefortiana Rchb.
(Armenischer Beifuß)


Photo und copyright Thomas Muer

VIII - X, Ruderalstellen, Mittelstreifen von Autobahnen
                Autobahn A 63 bei Sembach, Rheinland- Pfalz (Michael Hassler 01.10.2021)
                Leipzig, Alte Mülldeponie (Thomas Muer 17.04.2018)

Synonyme:
Artemisia armeniaca Willd. ex Ledeb.

English name:
Armenian Wormwood

Nome italiano: 
Assenzio di Tournefort

Verbreitung in Deutschland:
Breitet sich entlang der Autobahnen aus (u. a.NI, ST, SN und TH). Neuerdings mehrfach in der Pfalz (A 6, A 61, A 63) und in BW. Siehe auch: "Artemisia tournefortiana als neue Autobahnpflanze"

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: unbeständig, Hamburg: unbeständig, Mecklenburg-Vorpommern: unbeständig, Niedersachsen: unbeständig, Sachsen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Turkey, Iran, Afghanistan, Armenien

Eingebürgert in:
*Germany,
*Portugal, *Italy (nur Friaul), 
*Ukraine, *Latvia

Etymologie:
- Artemisia: benannt nach der griechischen Göttin Artemis
- tournefortiana: benannt nach Joseph Pitton de Tournefort (1656 - 1708), französischer Botaniker

 

 

 

 

 

Pflanze 100 - 300 cm groß
 säulenförmig wachsend, +/- kahl, ohne nicht blühende Triebe, geruchlos


Photo und copyright Michael Hassler

Blüten in schmaler Doppeltraube oder Rispe, endständig oder aus den Achseln der Blätter entspringend, Köpfchen fast sitzend, aufrecht, 2,5 - 3 mm im Durchmesser


Photo und copyright Thomas Muer

Hüllblätter breit hautrandig, mit schmaler grüner Mittelrippe


Photo und copyright

Stängelblätter breit lanzettlich, unregelmäßig doppelt gesägt

 

Untere Blätter doppelt fiederschnittig, mit kleinen Lappen zwischen den Hauptabschnitten