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Gattung: Solenanthus (Hundszunge)

Zur Gattung gehören ca. 7 Arten.

Endemit der Sierra de la Cabrilla (Jaén)
Grundblätter und untere Stängelblätter linealisch - lanzettlich
> 1

 

Verbreitung: Italien, Albanien, Griechenland
Grund- und untere Stängelblätter lanzettlich bis oval
> 2

 

 

1      Endemit der Sierra de la Cabrilla (Jaén), Grundblätter und untere Stängelblätter linealisch - lanzettlich


Solenanthus reverchonii
(Reverchon's Hundszunge)

 

IV - V, Steinige Bergwiesen, Kiefernwaldlichtungen
            
Sierra de la Cabrilla (Jaén)

Synonyme:
Cynoglossum reverchonii (Debeaux ex Degen) W. Greuter & Burdet; Cynoglossum reverchonii Debeaux ex Degen

Weltweite Verbreitung:
Endemit der Sierra de la Cabrilla (Jaén)

Die Pflanze ist extrem vom Aussterben bedroht. Es gibt nur noch 1 Population mit 62 Individuen, von denen 2001 nur 5 geblüht haben!

Die Pflanze wurde nach dem Botaniker Julien Reverchon (1837–1905) benannt.

Beschreibung der Pflanze:
Solenanthus reverchonii

 

 

 

Pflanze 30 - 70 cm groß
unverzweigt

 

Blütenstände rispig, mit mehreren hochblattlosen Zymen

 

Blüten rosa oder rotviolett, zylindrisch- glockig, 6 - 8 mm lang, mit kurzen Kronzipfeln
Staubblätter und Griffel länger als die Kronblattzipfel

 

Kelch bis zum Grund geteilt, Kelchzipfel linealisch

Früchte aus 4 Teilfrüchten (Klausen) bestehend, Klausen auf der Außenseite mit Stacheln (Glochidien), die in der Mitte weniger dicht als an den Kanten stehen

 

Grund- und Stängelblätter linealisch- lanzettlich 20 - 30 cm lang, 1 - 2 cm breit

 

 

 

2     Verbreitung: Italien, Albanien, Griechenland, Grund- und untere Stängelblätter lanzettlich bis oval

Verbreitung: Italien, Sizilien
Staubblätter nur wenig länger als die Kronröhre
> 3


Photo und copyright Lorenzo Cecchi 

Verbreitung: Albanien, Griechenland
Staubblätter deutlich länger als die Kronröhre
> 4


Photo und copyright Christos Toskos

 

3     Verbreitung: Italien, Sizilien, Staubblätter nur wenig länger als die Kronröhre


Solenanthus apenninus
(Apenninen- Hundszunge)


Photo und copyright

V - VII, Steinige Bergwiesen, Kiefernwaldlichtungen (800 - 2000 m)
              Vado di Sole, Abruzzen

Synonyme:
Cynoglossum apenninum L.

Nome italiano: 
Lingua di cane appenninica

Weltweite Verbreitung:
Italy, Sicily

 

 

 

Pflanze 30 - 70 cm groß
unverzweigt


Photo und copyright Actaplantarum.org

Blütenstände im blühenden Zustand kopfig,
oft fallen zuerst nur die gelben Staubbeutel auf


Photo und copyright Lorenzo Cecchi 

Fruchtende Blütenstände rispig, mit mehreren hochblattlosen Zymen


Photo und copyright Actaplantarum.org

Blüten rosa oder rotviolett, zylindrisch- glockig, 6 - 8 mm lang, mit kurzen Kronzipfeln
Staubblätter und Griffel länger als die Kronblattzipfel


Photo und copyright Lorenzo Cecchi 

Kelch bis zum Grund geteilt, Kelchzipfel linealisch, behaart


Photo und copyright Lorenzo Cecchi 

Früchte aus 4 Teilfrüchten (Klausen) bestehend, Klausen auf der Außenseite mit Stacheln (Glochidien), die in der Mitte weniger dicht als an den Kanten stehen


Photo und copyright ActaPlantarum

Grund- und Stängelblätter linealisch- lanzettlich 20 - 30 cm lang, 1 - 2 cm breit


Photo und copyright Andrea Moro

 

 

4     Verbreitung: Albanien, Griechenland, Staubblätter deutlich länger als die Kronröhre

Verbreitung: Peloponnes, Mittelgriechenland, Türkei, Naher und Ferner Osten
> 5

 

Verbreitung: Nordgriechenland, Albanien, Mazedonien
> 6

 

 

5     Verbreitung: Peloponnes, Mittelgriechenland, Türkei, Naher und Ferner Osten


Solenanthus stamineus
(Langmännige Hundszunge)


Photo und copyright Klaas Kamstra

V - VII, Steinige Bergwiesen, Kiefernwaldlichtungen (800 - 2250 m)
              Mt. Chelmos, Peloponnes

Synonyme:
Cynoglossum stamineum Desf.; Mattia staminea Roem. & Schult.; Moltkia libanotica Zucc.; Solenanthus conglobatus A. DC.; Solenanthus stamineus Macbride; Solenanthus stamineus var. ovatifolius Bornm.; Solenanthus tournefortii DC.

Weltweite Verbreitung:
Greece (Peloponnes, Mittelgriechenland)
Turkey, Caucasus / Transcaucasus, C-Asia, Iran, Iraq, Lebanon, Afghanistan, Pakistani Kashmir

Der Mt. Chelmos (= Aroania) ist ein Bergmassiv im Norden des Peloponnes.

 

 

 

Pflanze 20 - 60 cm groß
unverzweigt


Photo und copyright Klaas Kamstra

Blütenstände im blühenden Zustand kopfig

 

Fruchtende Blütenstände rispig, mit mehreren hochblattlosen Zymen

 

Blütenstiele 0 - 4 mm lang, zur Fruchtzeit nicht verlängert
Blüten dunkelrot, zylindrisch- glockig, 6 - 7 mm lang, mit spitzen Kronzipfeln
Staubblätter und Griffel deutlich länger als die Kronblattzipfel

 

Kelch bis zum Grund geteilt, dunkelviolett

 

Früchte aus 4 Teilfrüchten (Klausen) bestehend, Klausen am Rand mit abgeflachten Stacheln
auf der Fläche dicht mit kurzen Glochidien besetzt

 

Grundblätter lanzettlich, 15 - 30 cm lang, 2 - 4 cm breit, mit 3 - 5 Längsvenen

 

 

6     Verbreitung: Nordgriechenland, Albanien, Mazedonien

Lebensraum: Felsen
Stängel unverzweigt, untere Blätter 6 - 12 cm lang
Blütenstiele 0 - 4 mm lang, Kronzipfel +/- spitz, 
Teilfrüchte mit langen und kurzen Glochidien
> 7

 

Lebensraum: Buchenwälder
Stängel verzweigt, untere Blätter 25 - 35 cm lang
Blütenstiele 5 - 8 mm lang, zur Fruchtzeit verlängernd, Kronzipfel +/- stumpf, 
Teilfrüchte dicht mit Glochidien besetzt, am Rand geflügelt
> 8


Photo und copyright Christos Toskos

 

7     Verbreitung: Mt. Grammos, Kronzipfel +/- spitz, Teilfrüchte mit langen und kurzen Glochidien


Solenanthus albanicus
(Albanische Hundszunge)

 

V - VII, Steinige Bergwiesen, Kiefernwaldlichtungen (800 - 2250 m)
              Mt. Grammos, Kastoria, Nordgriechenland

Synonyme:
Cynoglossum albanicum Degen & Bald.

Weltweite Verbreitung:
Albania, NW-Greece

Der Mt. Grammos liegt auf der Grenze zwischen Albanien und Griechenland (Provinz Kastoria).

Die Pflanze ist extrem vom Aussterben bedroht!

 

 

 

Pflanze 40 - 90 cm groß
unverzweigt, untere Stängelblätter lanzettlich, 6 - 12 cm lang, 3 cm breit

 

Blütenstände im blühenden Zustand kopfig

 

Fruchtende Blütenstände rispig, mit mehreren hochblattlosen Zymen

 

Blütenstiele 0 - 4 mm lang, Blüten +/- rosa zylindrisch- glockig, 6 - 8 mm lang, mit +/- spitzen Kronzipfeln, Staubblätter und Griffel länger als die Kronblattzipfel

 

Kelch bis zum Grund geteilt, Kelchzipfel lanzettlich, behaart

 

Früchte aus 4 Teilfrüchten (Klausen) bestehend, 
Klausen mit langen und kurzen Glochidien

 

 

 

8     Verbreitung: Albanien, Mazedonien, Kronzipfel +/- stumpf, Teilfrüchte dicht mit Glochidien besetzt, am Rand geflügelt


Solenanthus scardicus
(Balkan- Hundszunge)


Photo und copyright Christos Toskos

V - VII, Buchenwälder
               Mt. Grammos, Kastoria, Nordgriechenland

Synonyme:
Cynoglossum scardicum (Bornm.) W. Greuter & Burdet

Weltweite Verbreitung:
Mazedonien, Albanien, Greece

Namensgebung:
scardicus: aus dem Sar Planina Gebirge (Albanien)

 

 

 

Pflanze 50 - 100 cm groß
verzweigt, untere Blätter 25 - 35 cm lang, mit 3 - 5 Längsadern


Photo und copyright Christos Toskos

Blütenstände im blühenden Zustand kopfig


Photo und copyright Christos Toskos

Fruchtende Blütenstände rispig, mit mehreren hochblattlosen Zymen

Blütenstiele 5 - 8 mm lang, zur Fruchtzeit verlängert

 

Blüten rosa oder rotviolett, zylindrisch- glockig, 6 - 8 mm lang, mit stumpfen Kronzipfeln
Staubblätter und Griffel länger als die Kronblattzipfel


Photo und copyright Christos Toskos

Kelch bis zum Grund geteilt, Kelchzipfel lanzettlich, behaart

 

Früchte aus 4 Teilfrüchten (Klausen) bestehend, 
Klausen dicht mit Glochidien besetzt, am Rand geflügelt

Obere Stängelblätter sitzend, oft auch stängelumfassnd und herablaufend

 

Grundblätter und untere Stängelblätter 25 - 35 cm lang, 8 - 11 cm breit
mit 3 - 5 Längsadern