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Gattung: Armoracia (Meerrettich)

Zur Gattung gehören 3 Arten. 
Im Schlüssel sind 2 Arten enthalten

Verbreitung im Gebiet: Kroatien, Serbien, Kososvo
Sumpfpflanze
Schötchen 10 - 15 mm lang, mit 10 Samenanlagen
> 1


Photo und copyright Tamas Exner

In vielen Ländern verwilderte Kulturpflanze

Schötchen 4 - 6 mm lang, mit 4 - 6 Samenanlagen
> 2

 

1       Schötchen 10 - 15 mm lang, mit 10 Samenanlagen


Armoracia macrocarpa (Waldst. & Kit.) Kit. ex Baumg.)
(
Großfrüchtiger Meerrettich)


Photo und copyright Tamas Exner

V - VII, Sümpfe, Feuchtwiesen (0 - 1200 m)
               Tokaj, Ungarn (Tamas Exner Mai 2021)

Synonyme:
Cochlearia macrocarpa Waldst. & Kit.

English name:
Large-fruted Horse Radish

Weltweite Verbreitung:
Croatia, Serbia & Kosovo, 
Slovakia, Hungary, Romania, Bulgaria

2n = 32

Etymologie:
- armoracia: aus Armorica (die heutige Bretagne)
- macrocarpa: großfrüchtig

 

 

 

 

Pflanze 60 - 150 cm groß

 

Blüten in dichten, vielblütigen Trauben oder Rispen
Blüten weiß, zwittrig, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 5 Staubblätter, 1 Griffel,
Kronblätter weiß, "zerknittert", Antheren gelb

 

Schötchen 10 - 15 mm lang, mit 10 Samenanlagen pro Fruchtfach
Griffel fehlend oder bis 0,5 mm lang


Photo und copyright Tamas Exner

Obere Stängelblätter lanzettlich, unregelmäßig gesägt

 

Grundblätter gestielt, 0,5 bis 1 m lang, am Rand gekerbt

 

 

2        Schötchen 4 - 6 mm lang, mit 4 - 6 Samenanlagen


Armoracia rusticana G.Gaertn., B.Mey. & Scherb.
(Garten- Meerrettich
)

V - VII, Wegränder, Gräben, Schutt (0 - 1200 m)
              Fahrradweg Günzburg - Burgau, ca. 450 m ü.M. (18.05.2012)

Synonyme:
Cochlearia armoracia L

English name:
Horse Radish

Nom francais:
Raifort

Nome italiano: 
Rafano rusticano

Verbreitung in Deutschland:
Weit verbreitet
Ostfriesland und Schleswig-Holstein zerstreut bis selten

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: unbeständig, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: Neophyt, Hamburg: Neophyt, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: Neophyt, Sachsen: Neophyt, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Ukraine, Russia

Eingebürgert in:
*Austria, *Germany, *Switzerland,
*Spain, *France, *Italy, 
*Belarus, *Belgium, *England, *Ireland,  *Denmark, *Netherlands, *Norway, *Sweden, *Finland, 
*Czech Republic, *Slovakia, *Hungary, *Poland, *Romania, *Turkey, *Java, *China, 
*Canada, *USA

Etymologie:
- armoracia: aus Armorica (die heutige Bretagne)
- rusticana: ländlich, bäuerlich (Meerrettich ist eine robuste Nutzpflanze, die traditionell in Bauerngärten angebaut wurde)

Aus den Wurzeln der Pflanze kann Meerrettich = Kren gewonnen werden. Es gibt keine speziellen Sorten; die Ernte der Wurzeln kann ab Oktober begonnen werden

 

 

 

Pflanze 60 - 150 cm groß

Blüten in dichten, vielblütigen Trauben oder Rispen

Blüten weiß, zwittrig, 4 Kronblätter,4 Kelchblätter, 5 Staubblätter, 1 Griffel,
Kronblätter weiß, "zerknittert", Antheren gelb

Kelchblätter eiförmig, hautrandig, kahl

Schötchen 4 - 6 mm lang, eilänglich, auf 5 - 20 mm langen Stielen
mit 4 - 6 Samen pro Fruchtfach, Griffel fehlend oder bis 0,5 mm lang

Stängel und Blätter kahl

Obere Stängelblätter lanzettlich, unregelmäßig gesägt, 
Stängelblätter sitzend oder kurz gestielt

 Untere Stängelblätter tief gekerbt bis fiederteilig

Grundblätter gestielt, 0,5 bis 1 m lang, am Rand gekerbt

Grundblätter vergrößern sich nach der Blüte sehr stark

Die Wurzeln können im Herbst geerntet und zu Meerrettich verarbeitet werden