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Cerastium - Pflanze weißfilzig, Blüten weiß, 5 Kronblätter, Kronblätter deutlich länger als der Kelch
- Verbreitung im Gebiet: Deutschland, Österreich, Schweiz, Spanien, Frankreich, Italien - 

Verbreitung im Gebiet: Südspanien, Sardinien, Korsika
Blätter der fertilen Sprosse mit Blattbüscheln in den Achseln
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Photo und copyright Julián Fuentes Carretero

Häufige Gartenpflanzen (wild: Italien, Sizilien, Krim)
Blätter der fertilen Sprosse ohne Blattbüschel in den Achseln
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Photo und copyright Stefan Lefnaer

 

1      Verbreitung im Gebiet: Südspanien, Sardinien, Korsika, Blätter der fertilen Sprosse mit Blattbüscheln in den Achseln


Cerastium gibraltaricum Boiss.
(Gibraltar- Hornkraut)


Photo und copyright Jesús Vílchez

IV - VII, Felsen, Waldränder (100 - 1600 m)
                Bigorno, Korsika, 650 m ü.M. (Jean- Luc Tasset 04.05.2005)

Synonyme:
Cerastium boissierianum Greuter & Burdet (Name in der Flora Gallica)
Cerastium boissieri Gren.

English name:
Gibraltar Chickweed

Nom francais:
Céraiste de Boissier

Nome italiano: 
Peverina di Gibilterra

Weltweite Verbreitung:
Spain (Albacete, Alicante, Cadiz, Cordoba, Granada, Jaen, Malaga, Murcia, Sevilla), Gibraltar, 
Corsica, Sardinia, 
Algeria, Morocco

Etymologie:
- Cerastium: abgeleitet von griech. keras = Horn (Kapseln sind bei vielen Arten der Gattung leicht gebogen und erinnern beim Herausragen aus dem Kelch an ein kleines Horn)
- gibraltaricum: aus Gibraltar

 

 

 

 

Pflanze 5 - 30 cm hoch, aufsteigend


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

Rasen bildend, mit vegetativen Trieben


Photo und copyright Julián Fuentes Carretero

Blütenstand locker, verzweigt, mit 3 - 8 Blüten


Photo und copyright Julián Fuentes Carretero

Blüten weiß, 5 Kronblätter, 5 Kelchblätter, 5 Griffeln, 10 Staubblättern
Kronblätter tief eingeschnitten, doppelt so lang wie die Kelchblätter


Photo und copyright Julián Fuentes Carretero

Kelchblätter 6 - 8 mm lang, hautrandig, drüsig behaart
Blütenstiele drüsig, 2 - 4 mal so lang wie die Kelchblätter


Photo und copyright Julián Fuentes Carretero

Kapseln eiförmig, 9 - 12 mm, 1,2 - 2 mal länger als der Kelch, mit 10 Zähnen aufspringend
Samen orange, 1,5 - 2 mm lang, mit stumpfen Warzen


Photo und copyright Jesús Vílchez

Stängel beblättert, Blätter gegenständig
Blätter aufrecht, linealisch bis lanzettlich, 10 - 25 mm lang, 1 - 3 mm breit, drüsenlos, 
beiderseits wollig behaart,
mit Blattbüscheln in den Achseln

  
Photo und copyright Julián Fuentes Carretero

 

 

2        Blätter der fertilen Sprosse ohne Blattbüschel in den Achseln

Pflanze 10 - 30 cm hoch, dichte Matten bildend
Blätter 35 - 50 mm lang, 3 - 8 mm breit, 
Kelchblätter 8 - 10 mm lang, Kapselzähne flach
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Pflanze 20 - 40 cm hoch, 
Blätter 10 - 30 mm lang, 2 - 5 mm breit
Kelchblätter 5 - 7 mm lang, Kapselzähne am Rand umgerollt
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3       Blätter 35 - 50 mm lang, 3 - 8 mm breit


Cerastium biebersteinii DC.
(Biebersteins Hornkraut)

V - VII, Gärten, Weinbergsmauern, Böschungen, Felsen (400 - 2200 m)
               Günzburg, Garten, cult. (09.06.2006)

Synonyme:
Cerastium repens M.Bieb.

English name:
Bieberstein's Chickweed

Verbreitung in Deutschland:
Adventivfunde in BY und SN

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Crimea

Eingebürgert in:
*Germany, *Austria (Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark)
*Russia

2n = 36 (Tetraploid)

Etymologie:
- Cerastium: abgeleitet von griech. keras = Horn (Kapseln sind bei vielen Arten der Gattung leicht gebogen und erinnern beim Herausragen aus dem Kelch an ein kleines Horn)
- biebersteinii: benannt nach dem deutschen Botaniker Friedrich August Marschall von Bieberstein (1768 - 1826).

Cerastium biebersteinii hybridisiert mit Cerastium tomentosum. Auch diese Hybride wird im Gartenhandel verkauft. Eine sichere Bestimmung der Gartensorten ist deswegen sehr schwierig!

 

 

 

 

 

Pflanze 10 - 30 cm hoch, dichte Matten bildend

Blütenstand verzweigt, mit bis zu 15 Blüten, Kelchblätter 8 - 10 mm lang, filzig behaart
Blütenstiele mehr als doppelt so lang wie die Kelchblätter

Blüten weiß, 5 Kronblätter, 5 Kelchblätter, 5 Griffeln, 10 Staubblättern
Kronblätter tief eingeschnitten, doppelt so lang wie die Kelchblätter

Kapseln eiförmig, mit 10 Zähnen aufspringend
Kapselzähne aufrecht, flach

Stängel beblättert, mit sterilen Trieben, Blätter gegenständig
Blätter 35 - 50 mm lang, 3 - 8 mm breit, dicht und matt filzig

 

 

4        Blätter 10 - 30 mm lang, 2 - 5 mm breit


Cerastium tomentosum L.
(
Filziges Hornkraut)

V - VII, Gärten, Weinbergsmauern, Böschungen, Felsen (400 - 2200 m)
               Stetten, Lonetal, Waldrand, ca. 500 m ü.M. (31.05.2014)

Synonyme:
Cerastium album C. Presl; Cerastium columnae Ten.

English name:
Tomentose Chickweed, Snow in Summer

Nom francais:
Céraiste tomenteux

Nome italiano: 
Peverina tormentosa

Verbreitung in Deutschland:
Zierpflanze

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Italy (Aosta, Piemont, Lombardei, Südtirol, Trentino, Venetien, Friaul, Ligurien, Emilia Romagna, Toskana, Latium, Umbrien, Marken, Abruzzen, Molise, Kampanien, Apulien, Basilikata, Kalabrien), Sicily

Eingebürgert in:
*Austria, *Germany, *Switzerland
*Spain, *France, *Corsica, *Slovenia, *Croatia, 
*Czech Republic, *Slovakia, *Great Britain, *Denmark, *Ireland, *Netherlands, *Sweden, 
*Canada, *USA

2n = 72 (oktoploid)

Etymologie:
- Cerastium: abgeleitet von griech. keras = Horn (Kapseln sind bei vielen Arten der Gattung leicht gebogen und erinnern beim Herausragen aus dem Kelch an ein kleines Horn)
- tomentosum: filzig behaart

In Deutschland wird häufig die Hybride Cerastium arvense x Cerastium tomentosum 
(= Cerastium x maureri M.Schulze  = Garten- Hornkraut = Maurers Hornkraut) verkauft. Nach Flora Germanica beziehen sich die meisten Funde von Cerastium tomentosum in Deutschland auf diese Hybride.
Cerastium x maureri ist benannt nach dem deutschen Botaniker Ludwig Maurer (1834–1892).

 

 

 

Pflanze 10 - 30 cm groß

Rasen bildend, mit zahlreichen sterilen Trieben

Blütenstand verzweigt, mit bis zu 15 Blüten
Blütenstiele mehr als doppelt so lang wie die Kelchblätter


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Blüten weiß, 5 Kronblätter, 5 Kelchblätter, 5 Griffeln, 10 Staubblättern
Kronblätter tief eingeschnitten,
doppelt so lang wie die Kelchblätter

Kelchblätter 5 - 7 mm lang, filzig behaart

Kelchblätter breit hautrandig

Kapseln eiförmig, mit 10 Zähnen aufspringend
Kapselzähne abstehen, am Rand umgerollt

Samen orange, ca. 1 mm lang, mit stumpfen Warzen


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

Blätter der fertilen Sprosse meist ohne Blattbüschel in den Achseln


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Blätter linealisch bis lanzettlich, 10 - 30 mm lang, 2 - 5 mm breit, drüsenlos, 
Haare unverzweigt, beiderseits dicht weißfilzig