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Cerastium - 5 Kronblätter, 5 Staubblätter, Kronblätter kürzer oder wenig länger als der Kelch

Unterstes Hochblattpaar mit breitem Hautrand
Kronblätter kürzer als die Kelchblätter, wenig eingeschnitten
> 1

Unterstes Hochblatt nicht oder nur  hautrandig
Kronblätter so lang oder etwas länger als Kelchblätter, tief eingeschnitten
> 2

                           

1      Kronblätter wenig eingeschnitten


Cerastium semidecandrum L.
(
Fünfmänniges Hornkraut)


Photo und copyright Stefan Lefnaer

III - V, Trockenrasen, Äcker (0 - 2800 m)
             Sulzheim, Sulzheimer Gipshügel, Bayern 220 m ü.M. (11.04.2007)

Synonyme:
Cerastium pentandrum L., Cerastium balearicum F. Herm.
Cerastium dentatum Möschl

English name:
Five- stamen Chickweed, Little Mouse-Ear

Nom francais:
Céraiste à cinq étamines

Nome italiano: 
Peverina annuale

Verbreitung in Deutschland:
Norddeutsche Tiefebene, Osten und Westen verbreitet und häufig, Mitte (Hessen) und Süden streckenweise selten oder fehlend 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, Baleares, 
France, Corsica, Italy, Sardinia, Sicily, Malta, 
Slovenia, Croatia, Bosnia & Hercegovina, Serbia, Kosovo, Montenegro, Macedonia, Albania, 
Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East, Ionian Isl., W- Aegean Isl., N- Aegean Isl., E- Aegean Isl., Kiklades, Crete),
England, Ireland, Belgium, Denmark, Netherlands, Norway, Sweden, Finland, 
Czech Republic, Slovakia, Hungary,  Poland, Romania, Bulgaria, Turkey, Cyprus, Baltic States, Russia, Crimea, Ukraine, Turkestan, Iran, Lebanon, Syria, 

Eingebürgert in:
*Australia, *Canada, *USA

2n = 36

Etymologie:
- Cerastium: abgeleitet von griech. keras = Horn (Kapseln sind bei vielen Arten der Gattung leicht gebogen und erinnern beim Herausragen aus dem Kelch an ein kleines Horn)
- semidecandrum: mit "halb zehn = 5 Staubblättern" (semi = halb, deca = 10, andrum = Staubblatt)

 

 

 

 

Pflanze 3 - 20 cm groß

Blütenstand dichasial verzweigt, mit 3 - 10 Blüten
Blütenstiele etwas länger als der Kelch, drüsig behaart


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Unterstes Hochblattpaar mit breitem Hautrand


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Blüten weiß, 5 Kronblätter, 5 Kelchblätter, 5 Staubblätter, 5 Griffel
Kronblätter kürzer als der Kelch, wenig eingeschnitten

Kelchblätter 3 - 5 mm lang, spitz, drüsig behaart, mit breitem Hautrand


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Kapsel zylindrisch, 5 - 7 mm lang, 1,5 mm breit, deutlich länger als der Kelch

Reife Kapsel mit 10 aufrechten Zähnchen öffnend


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Samen 0,4 - 0,5 mm lang, braunorange


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Stängel kräftig, drüsig behaart,
Obere und mittlere Blätter gegenständig, sitzend, eiförmig, stumpf 4 - 18 mm lang,
untere Blätter gehäuft, spatelig, behaart, selten auch verkahlend

 

 

 2       Kronblätter tief eingeschnitten


 Cerastium pumilum Curt.
(
Dunkles Hornkraut)


Photo und copyright Stefan Lefnaer

IV - VI, Trockenrasen, Ruderalstellen (0 - 1400 m)
               Sulzheim, Sulzheimer Gipshügel, Bayern, 220 m ü.M. (11.04.2007)

Synonyme:
Cerastium obscurum Chaub., 
Cerastium pumilum ssp. obscurum (Chaub.) Schinz & Thell.

English name:
Dark Chickweed, European Chickweed, Dark Mouse- Ear

Nom francais:
Céraiste nain

Nome italiano: 
Peverina piccola

Verbreitung in Deutschland:
Mitte regional nicht selten (vor allem Thüringen, S-Sachsen-Anhalt, Pfalz, Ruhrgebiet, N-Sachsen), Süden und Hessen selten, Norden bis auf Einzelfunde fehlend 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: D (Datenlage unzureichend), Bayern: nicht gefährdet, Berlin: Neophyt, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: 1 (vom Aussterben bedroht), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Sachsen: D (Datenlage unzureichend), Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, Baleares, 
France, Corsica, Italy, Sardinia, Sicily, Malta, 
Croatia, Serbia & Kosovo, Slovenia, Macedonia, Montenegro, Albania, 
England, Ireland, Belgium, Netherlands, Denmark, Sweden, Finland, Iceland, 
Czech Republic, Slovakia, Hungary, Poland, Romania, Turkey, Bulgaria,  Baltic States, Russia, Crimea, Ukraine, Turkestan, Iran
Tunisia, Morocco

Eingebürgert in:
*Canada, *USA

Etymologie:
- Cerastium: abgeleitet von griech. keras = Horn (Kapseln sind bei vielen Arten der Gattung leicht gebogen und erinnern beim Herausragen aus dem Kelch an ein kleines Horn)
- pumilum: von lat. pumilus
= niedrig, zwergenhaft

 In der Exkursionsflora von Österreich wird Cerastium subtetrandrum als Synonym von Cerastium pumilum geführt.

 

 

 

Pflanze bis 15 cm groß


Photo und copyright Michael Hassler

Blütenstand dichasial verzweigt, mit 3 - 10 Blüten
Blütenstiele etwas länger als der Kelch, drüsig behaart


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Blüten weiß, 5 Kronblätter, 5 Kelchblätter, 5 Staubblätter, 5 Griffel
Kronblätter tief eingeschnitten, so lang oder etwas länger als der Kelch

Kelchblätter 5 mm lang, spitz, hautrandig, drüsig behaart

Fruchtknoten oberständig


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Kapsel zylindrisch, 6 - 8 mm lang, 2 mm breit, häutig, schwach gebogen, 
mit 10 aufrechten Zähnchen öffnend


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Samen eiförmig, 0,5 - 0,8 mm lang, bräunlich, mit stumpfen Warzen


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Stängel kräftig, drüsig behaart,
Obere und mittlere Blätter gegenständig, sitzend, eiförmig, stumpf 4 - 15 mm lang,
untere Blätter gehäuft, spatelig


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Blätter mit drüsigen und nichtdrüsigen Haaren


Photo und copyright Stefan Lefnaer