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Gattung: Dichodon (Hornkraut)

Die Arten der Gattung Dichodon gehörten früher zur Gattung Cerastium

Gattungsmerkmale: 
Blütenstand dichasial verzweigt, meist mehrblütig, Blüten weiß, 5 Kronblätter, 5 Kelchblätter, 10 Staubblätter, 3 Griffel, Kronblätter vorne ausgerandet, Fruchtknoten oberständig, mit 1 Fruchtfach, Kapseln mit 6 Zähnen öffnend, vielsamig, Blätter gegenständig oder in Rosetten, ungeteilt, ganzrandig

Zur Gattung gehören 17 Arten.

Alpenpflanze
Tragblätter  und Kelch, +/- behaart, nicht drüsig
> 1


Tragblätter und Kelch drüsig
> 2


Photo und copyright  Julia Kruse

                                     

1       Tragblätter und Kelch nicht drüsig


Dichodon cerastoides (L.) Rchb.
(
Dreigriffliges Hornkraut)

VII - VIII, Steinige Hänge, Bergwiesen (1600 - 3200 m)
                   Timmelsjoch, Gipfel, Italien, ca. 2480 m ü.M. (11.08.2011)

Synonyme:
Cerastium cerastoides (L.) Britton (Name in Flora Iberica und Flora Europaea)
Cerastium lapponicum Cr., Cerastium trigynum Vill., Stellaria cerastoides L. 

English name:
Mountain Chickweed, Starwort Mouse-Ear

Nom francais:
Céraiste à trois styles

Nome italiano: 
Peverina a tre stimmi

Verbreitung in Deutschland:
Alpen

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Bayern: sehr selten

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain (Granada, Avila, Gerona, Lleida, Leon, Huesca, La Rioja, Navarra, Palencia, Soria, Kantabrien), 
France (Pyrenäen, Alpen), 
Italy (Aosta, Piemont, Lombardei, Südtirol, Trentino, Venetien, Friaul, Ligurien, Emilia Romagna, Latium, Marken, Abruzzen, Molise)
Croatia, Kosovo, Macedonia, Montenegro, Albania, 
Greece (Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, N- Central, N- East), 
England, Norway, Sweden, Finland, Faroer Isl., Iceland, Greenland, 
Poland, Romania, Bulgaria, Turkey, Russia, Ukraine, Iran, Iraq, Lebanon, 
Morocco, China, Tibet, Afghanistan, Kazakhstan, Mongolia, Nepal, Pakistan, India, Canada

Etymologie:
- Dichodon: zweizähnig (abgeleitet von griech. dicha = zweifach, geteilt und odoús  = Zahn, da die Zähne der Fruchtkapseln tief gespalten bzw. „doppelt“ erscheinen)
- Cerastium: abgeleitet von griech. keras = Horn (Kapseln sind bei vielen Arten der Gattung leicht gebogen und erinnern beim Herausragen aus dem Kelch an ein kleines Horn)
- cerastoides: ähnlich Cerastium (Hornkraut)

 


 

 

Pflanze 5 - 15 cm groß
locker rasig wachsend, kriechend oder aufsteigend


Photo und copyright Julia Kruse

Blütenstand mit
Tragblätter und Kelch nicht drüsig

Blüten weiß, 5 Kronblätter, 5 Kelchblätter, 10 Staubblätter, 3 Griffel
Kronblätter vorne eingeschnitten, ca. 2 mal so lang wie der Kelch

Kelch 4 - 6 mm lang, kaum drüsig
Blütenstiele drüsig behaart, zur Fruchtzeit herabgebogen

Kapsel eilänglich, 6 - 10 mm, doppelt so lang wie der Kelch
mit 6 Zähnen aufspringend


Photo und copyright Julián Fuentes Carretero

Blätter eilanzettlich, 6 - 20 mm lang, 1 - 3 mm breit, dicklich, kahl


Photo und copyright Julia Kruse

 

 

2       Tragblätter und Kelch drüsig


Dichodon dubium (Bastard) Ikonn.
(
Drüsiges Hornkraut)


Photo und copyright Stefan Lefnaer

IV - VI, Ufersäume, Wegränder, Wiesen (0 - 1100 m)
               Pretzsch, Schlosspark, Sachsen- Anhalt, 65 m ü.M. (Julia Kruse 03.06.2011)

Synonyme:
Drüsiges Hornkraut
Cerastium dubium (Bast.) Guépin (Name in Flora Iberica und Flora Europaea),
Cerastium anomalum Waldst. & Kit. ex Willd.

English name:
Doubtful Chickweed

Nom francais:
Céraiste douteux, Céraiste aberrant

Nome italiano: 
Peverina anomala

Verbreitung in Deutschland:
Entlang der Elbe verbreitet, selten Oderbruch, Einzelfunde Oberrheinebene nördlich von Mannheim sowie bei Augsburg 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 3 (gefährdet), Baden-Württemberg: 0 (ausgestorben), Bayern: unbeständig, Brandenburg: 3 (gefährdet), Hamburg: R (sehr selten) [Neophyt], Hessen: 4 (potentiell gefährdet), Niedersachsen: 4 (potentiell gefährdet), Rheinland-Pfalz: 0 (ausgestorben), Sachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Sachsen-Anhalt: 4 (potentiell gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland
Spain (Avila, Salamanca), France (widespread), 
Italy (Südtirol, Trentino, Emilia Romagna, Abruzzen, Basilikata), Sicily, 
Croatia, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia, 
Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, E- Central, N- Central, N- East, W- Aegean Isl., E-Aegean Isl.), 
Czech Republic, Slovakia, Hungary, Poland, Romania, Bulgaria, Turkey, Cyprus, Crimea, Ukraine, Russia, Iran, Iraq, Israel, Jordania, Lebanon, Syria, Afghanistan

Eingebürgert in:
*USA

2n = 38

Etymologie:
- Dichodon: zweizähnig (abgeleitet von griech. dicha = zweifach, geteilt und odoús  = Zahn, da die Zähne der Fruchtkapseln tief gespalten bzw. „doppelt“ erscheinen)
- Cerastium: abgeleitet von griech. keras = Horn (Kapseln sind bei vielen Arten der Gattung leicht gebogen und erinnern beim Herausragen aus dem Kelch an ein kleines Horn)
- dubium: zweifelhaft

 

Pflanze 6 - 30 cm groß, aufrecht wachsend, gesamte Pflanze weichhaarig drüsig


Photo und copyright Michael Hassler

Blütenstand locker, wenigblütig


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Blüten weiß, mit 5 Kronblätter, 5 Kelchblätter, 10 Staubblätter
Kronblätter zu 1/3 eingeschnitten, kahl, ausgerandet, fast 2 mal so lang wie der Kelch, 


Photo und copyright  Julia Kruse

Blüten mit 3 Griffeln


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Kelch lanzettlich, 5 - 6 mm lang, hautrandig, meist dicht drüsig


Photo und copyright  Julia Kruse

Kapsel zylindrisch, 8 - 10 mm, doppelt so lang wie der Kelch, mit 6 Zähnen öffnend


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Samen 0,8 - 1,1 mm lang, orange, mit deutlichen Warzen


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Blätter linealisch- lanzettlich oder eilanzettlich, 6 - 20 mm lang, 1 - 2,5 mm breit


Photo und copyright Michael Hassler

Blätter kahl oder spärlich drüsig


Photo und copyright  Julia Kruse