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Quercus - Fruchtbecher ohne lang ausgezogenen Schuppen, 
Blätter sommergrün, stumpf gelappt, unterseits flaumig behaart

Blätter +/- fiederteilig oder Blattlappen wiederum gelappt
Blattoberseite bleibend behaart
> 1


Photo und copyright Günther Blaich

Blätter meist unregelmäßig gelappt
Blattoberseite verkahlend
> 2

 

1     Blätter +/- fiederteilig oder Blattlappen wiederum gelappt, Blattoberseite bleibend behaart


Quercus pyrenaica Willd.
(Pyrenäen- Eiche)


Photo und copyright Günther Blaich

IV - V, Wälder (400 - 2000 m)
             Zarautz, Baskenland (Günther Blaich 17.08.2011)

Synonyme:
Quercus castellana Bosc ex Pers.

English name:
Pyrenean Oak

Nom francais:
Chêne tauzin

Nome italiano:
Quercia dei Pirenei

Weltweite Verbreitung:
Portugal, Spain, France
Morocco

Etymologie:
- Quercus: lat. Eiche
- pyrenaica: aus den Pyrenäen

Quercus pyrenaica kommt nicht nur in den Pyrenäen vor, sondern ist auf der Iberischen Halbinsel und auch an der Westküste Frankreich verbreitet.

 

 

 

Baum, bis 20 m hoch


Photo und copyright Günther Blaich

Pflanze einhäusig,
Männliche Blüten hängenden 5 - 10 cm langen Kätzchen,
j
unge Blätter beiderseits weich und dicht filzig behaart


Photo und copyright Jose Quiles Hoyo

Weibliche Blüten in lang gestielten Ähren zu 2 - 5 Blüten in den Achseln der Blätter oder an den Triebenden

Früchte sitzend oder kurz gestielt, Fruchtbecher 15 - 24 mm im Durchmesser, Eichel 15 - 45 mm lang, Fruchtschuppen dachziegelig, anliegend


Photo und copyright Günther Blaich

Blätter 8 - 16 cm lang, 4 - 12 cm breit, +/- fiederteilig oder Blattlappen wiederum gelappt
Blattoberseite bleibend behaart, 5 - 20 mm lang gestielt


Photo und copyright Günther Blaich

Blattunterseite dicht filzig behaart


Photo und copyright Günther Blaich

Borke braungrau


Photo und copyright Günther Blaich

Herbstlaub gelb


Photo und copyright Jose Quiles Hoyo

 

 

2     Blätter meist unregelmäßig gelappt, Blattoberseite verkahlend

Verbreitung: Süditalien, Sardinien, Sizilien
Fruchtschuppen schmal lanzettlich, vorne stumpf, nicht angedrückt
> 3

 

Weit verbreitete Art
Fruchtschuppen eilanzettlich, vorne spitz, angedrückt
> 4


Photo und copyright Andrea Moro

 

3     Verbreitung: Süditalien, Sardinien, Sizilien, Fruchtschuppen schmal lanzettlich, vorne stumpf, nicht angedrückt


Quercus congesta C. Presl
(Gedrängte Eiche)

 

III - IV, Wälder
              Cala d'Oliva, Nationalpark Asinara, Sardinien

Synonyme:
Quercus pubescens var. congesta (C.Presl) Strobl

English name:
Crowded Oak

Nome italiano:
Quercia congesta

Weltweite Verbreitung:
Italy (Basilikata, Kalabrien), Sardinia, Sicily

Etymologie:
- Quercus: lat. Eiche
- congesta: abgeleitet von lat. "congestus" = gedrängt, gehäuft

 

 

 

Baum, bis 20 m hoch oder strauchförmig

 

Pflanze einhäusig:
Männliche Blüten hängenden Kätzchen

 

Weibliche Blüten in lang gestielten Ähren zu 2 - 5 Blüten in den Achseln der Blätter oder an den Triebenden.

 

Früchte kurz gestielt

Fruchtschuppen schmal lanzettlich, vorne stumpf, nicht angedrückt, behaart

 

Blattknospen eiförmig, mit flaumig behaarten Schuppen

 

Blätter 4 - 12 cm lang, gestielt, oft unregelmäßig gelappt, mit 6 - 8 Paar stumpfen Blattlappen

 

Blätter oberseits in der Jugend behaart, später verkahlend

 

Blattunterseite und Blattstiel dicht mit mit Sternhaaren besetzt, junge Triebe flaumig behaart

 

 

4     Weit verbreitete Art, Fruchtschuppen eilanzettlich, vorne spitz, angedrückt


Quercus pubescens Willd.
(
Flaum- Eiche)

IV - V, Wälder (0 - 1200 m)
             Vogtsburg, NSG Ebnet, Kaiserstuhl, ca. 280 m ü.M. (26.05.2012)
             Garda, La Rocca, Italien, 270 m ü.M. (15.08.2014 fruchtend)

Synonyme:
Quercus humilis P. Mill. (Name in der Flora Iberica)
Quercus lanuginosa (Lam.) Thuill.

English name:
White Oak

Nom francais:
Chêne pubescent

Nome italiano:
Quercia pubescente, Roverella

Verbreitung in Deutschland:
Selten Thüringer Trockengebiete, Trauf der Schwäbischen Alb, südliche Oberrheinebene und Hochrhein, Kaiserstuhl 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 3 (gefährdet), 
Baden-Württemberg: V (Vorwarnliste), 
Thüringen: 3 (gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland,
Spain, 
France, Corsica, Italy, Sardinia, Sicily, 
Slovenia, Croatia, Bosnia&Hercegovina, Montenegro, Serbia&Kosovo, Macedonia, Albania,
Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East, Ionian Isl., W- Aegean Isl., N- Aegean Isl., E- Aegean Isl., Kiklades, Crete)
Belgium, Czech Republic, Slovakia,  Hungary, Poland, Romania, Bulgaria, Ukraine, Crimea, Turkey

Etymologie:
- Quercus: lat. Eiche
- pubescens: behaart

Bildet häufig Hybride mit anderen Eichenarten z.B. 

- Quercus pubescens x Quercus faginea  (= Quercus pubescens ssp. subpyrenaica (Villar) Govaerts 1998 syn. Quercus subpyrenaica Villar 1938 syn. Quercus humilis subsp subpyrenaica (Villar) Rivas Mart. & al. 1991

- Quercus pubescens x Quercus robur  (= Quercus x bedaei Borbas)

- Quercus pubescens x Quercus petrae (= Quercus x calvescens Vuk.)

 

 

 

 

 

Baum, bis 20 m hoch oder strauchförmig

Pflanze einhäusig:
Männliche Blüten hängenden Kätzchen


Photo und copyright Michael Hassler

Weibliche Blüten in lang gestielten Ähren zu 2 - 5 Blüten in den Achseln der Blätter oder an den Triebenden.

Früchte sitzend oder kurz gestielt


Photo und copyright Andrea Moro

Reife Eichel 1/3 -1/2 vom Fruchtbecher (Cupula) umschlossen


Photo und copyright Andrea Moro

Fruchtschuppen eilanzettlich, vorne spitz, angedrückt, behaart

Blattknospen eiförmig, mit flaumig behaarten Schuppen

Blätter 4 - 12 cm lang, gestielt, oft unregelmäßig gelappt, mit 3 - 7 Paar stumpfen Blattlappen
Blattadern meist nicht parallel

Blätter oberseits in der Jugend behaart, später verkahlend

Blattunterseite und Blattstiel dicht mit mit Sternhaaren besetzt, junge Triebe flaumig behaart

Borke im Alter tief rissig

Herbstlaub gelb


Photo und copyright "sophy"