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Cotoneaster - Pflanzen größer 1 m, Blätter 3 - 5 cm groß, unterseits filzig, Kronblätter aufrecht, Früchte rot, kahl
Viele Florenwerke unterscheiden diese Arten nicht, sondern sehen sie als Synonyme von Cotoneaster integerrimus!
Die Beschreibungen folgen dem Buch "Cotoneasters" von
J.Fryer & B.Hylmö.

0,3 - 1 m hohe, niederliegende oder aufsteigende Zwergsträucher
Blüten meist weiß, Früchte meist orangerot
> 1


Photo und copyright Franck Le Driant

1,5 - 2 m hohe aufrechte Sträucher
Blüten meist rosa, Früchte rot
> 6

 

1       0,3 - 1 m hohe Zwergsträucher, Blüten weiß, Früchte orangerot

Fertile Sprosse 30 - 40 mm lang, mit 3 - 8 Blüten
Kronblätter deutlich länger als die Kelchblätter
> 2

 

Fertile Sprosse 10 - 25 mm lang, mit 1 - 3 Blüten
Kronblätter kaum länger als die Kelchblätter
> 3

 

 

2      Fertile Sprosse 30 - 40 mm lang, mit 3 - 8 Blüten, Kronblätter deutlich länger als die Kelchblätter


 Cotoneaster obtusisepalus Gand.
(Stumpfkelchige Zwergmispel)

 

IV - V, Felsgebüsche, Wälder (500 - 1500 m)
             

Synonyme:
Pyrus obtusisepala (Gand.) M.F.Fay & Christenh.

English name:
Blunt- sepaled Cotoneaster

Nom francais:
Cotonéaster à sépales obtus

Weltweite Verbreitung:
Switzerland
France

Diese Art wird weder bei Euro+Med, Flora Helvetica noch in der Flora Gallica erwähnt!

 

 

 

 

0,5 - 1 m hoher, niederliegender, aufsteigender oder aufrechter, sommergrüner Strauch

 

Fertile Sprosse 310 - 20 mm lang, mit 2 - 3 Blättern und 1 - 3 hängenden Blüten

Blüten cremeweiß oder hellrosa, offen, Kronblätter nach innen gekrümmt, kaum länger als die Kelchblätter, 18 - 20 Staubblätter, Staubfäden weiß, Staubbeutel weiß

 

Hypanthium kahl, Blütenstiele spärlich behaart 

 

Früchte kugelig, orangerot oder rot, 8 - 10 mm im Durchmesser, kahl, 
mit 3 - 4 Steinkernen

 

Blätter eiförmig, 30 - 47 mm lang, 20 - 38 mm breit, vorne spitz

 

Blätter oberseits dunkel oder blaugrün, nicht glänzend, mit 4 - 5  Blattaderpaaren, 
kahl oder mit einigen langen Haaren auf der Mittelrippe, 4 - 8 mm lang gestielt

 

Blattunterseite graufilzig

 

 

 

3     Fertile Sprosse 10 - 25 mm lang, mit 1 - 3 Blüten, Kronblätter kaum länger als die Kelchblätter

Blätter 2 - 4 mm lang gestielt
Früchte mit 4 - 5 Steinkernen
> 4

 

Blätter 4 - 8 mm lang gestielt,
Früchte mit 2 - 3 Steinkernen
> 5


Photo und copyright Franck Le Driant

 

4     Blätter 2 - 4 mm lang gestielt, Früchte mit 4 - 5 Steinkernen


 Cotoneaster favargeri J.Fryer & B.Hylmö
(Favargers Zwergmispel)

 

IV - V, Felsgebüsche, Wälder (500 - 1500 m)
             

Synonyme:
Pyrus favargeri (J.Fryer & B.Hylmö) M.F.Fay & Christenh.

English name:
Faverger's Cotoneaster

Nom francais:
Cotonéaster commun

Nome italiano: 
Cotognastro minore

Weltweite Verbreitung:
Switzerland
N-Spain, SW-France, Italy

Diese Art wird weder bei Euro+Med, Flora Iberica, Flora Helvetica noch in der Flora Gallica erwähnt! in dem Buch "Cotoneasters" von J.Fryer & B.Hylmö wird die Art zwar beschreiben, taucht aber im Schlüssel nicht auf.

Benannt nach dem aus der Schweiz stammenden Cotoneaster- Spezialisten Claude Favarger (1913 - 2006).

 

 

 

 

 

0,3 - 1 m hoher, sommergrüner Strauch
Zweige niederliegend oder aufsteigend

 

Fertile Sprosse 10 - 15 mm lang, mit 2 - 3 Blättern und 2 - 3 hängenden Blüten

Blüten weiß, offen, Kronblätter nach innen gekrümmt, kaum länger als die Kelchblätter,
15 - 21 Staubblätter, Staubfäden hellrosa, Staubbeutel weiß

 

Hypanthium kahl, Blütenstiele etwas weichhaarig, später verkahlend

 

Früchte kugelig, orangerot, 8 - 10 mm im Durchmesser, kahl
mit 4 - 5 Steinkernen

 

Blätter eiförmig, 25 - 40 mm lang, 10 - 30 mm breit, vorne stumpf oder spitz

 

Blätter oberseits mittelgrün, nicht glänzend, mit 4 - 5 Blattaderpaaren, verkahlend
2 - 4 mm lang gestielt

 

Blattunterseite graufilzig

 

 

 

5     Blätter 4 - 8 mm lang gestielt, Früchte mit 2 - 3 Steinkernen


 Cotoneaster juranus Gand.
(Jura- Zwergmispel)


Photo und copyright Franck Le Driant

IV - V, Felsgebüsche, Wälder (1450 - 2250 m)
             La Roche-des-Arnauds, Hautes-Alpes, Frankreich, (Franck Le Driant 06/10/2012)

Synonyme:
Cotoneaster mathonnetii Gand.; Pyrus jurana (Gand.) M.F.Fay & Christenh.
Cotoneaster pyrenaicus Gand sensu Flora Gallica

English name:
Jurassic Cotoneaster

Nom francais:
Cotonéaster du Jura

Nome italiano: 
Cotognastro del Giura

Weltweite Verbreitung:
E-France, Switzerland (Jura, Alps), N-Italy

Diese Art wird bei Euro+Med akzeptiert, in der Flora Helvetica nicht erwähnt und in der Flora Gallica gibt es Cotoneaster pyrenaicus Gand (syn. Cotoneaster juranus auct. p.p.) und Cotoneaster uniflorus Bunge (syn. Cotoneaster juranus auct. p.p.).
Nach
"Cotoneasters" von J.Fryer & B.Hylmö kommt Cotoneaster uniflorus Bunge in Russland vor!

 

 

 

 

0,5 - 1 m hoher, sommergrüner Strauch
Zweige aufsteigend


Photo und copyright Franck Le Driant

Fertile Sprosse 10 - 25 mm lang, mit 2 - 3 Blättern und 2 - 3 hängenden Blüten

Blüten weiß, offen, Kronblätter nach innen gekrümmt, kaum länger als die Kelchblätter,
20 Staubblätter, Staubfäden weiß, Staubbeutel weiß


Photo und copyright Franck Le Driant

Kelchblätter zungenförmig, auf der Fläche kahl, am Rand behaart
Hypanthium kahl, Blütenstiele behaart

 

Früchte kugelig, orangerot, 8 - 10 mm im Durchmesser, kahl
mit 2 - 3 Steinkernen


Photo und copyright Franck Le Driant

Blätter eiförmig, 28 - 40 mm lang, 22 - 30 mm breit, vorne spitz


Photo und copyright Franck Le Driant

Blätter oberseits dunkelgrün, nicht glänzend, mit 4 - 6 Blattaderpaaren, oberseits kahl
+/- runzlig, 4 - 8 mm lang gestielt

 

Blattunterseite weißfilzig


Photo und copyright Franck Le Driant

 

 

6     1,5 - 2 m hohe Sträucher, Blüten meist rosa, Früchte rot

Verbreitung: Nur im Departement Hautes- Alpes, Frankreich
Kelchblätter spitz
Blattoberseite zur Blütezeit kahl
> 7

 

Weit verbreitete Art
Kelchblätter stumpf
Blattoberseite zur Blütezeit schwach behaart, später verkahlend
> 8

 

7     Verbreitung: Nur im Departement Hautes- Alpes, Frankreich, Kelchblätter spitz, Blattoberseite zur Blütezeit kahl


 Cotoneaster raboutensis K. E. Flinck, J. Fryer, L. Garmud, B. Hylmö & J. Zeller
(Rabou- Zwergmispel)


Photo und copyright Franck Le Driant

IV - V, Felsgebüsche, Wälder (500 - 1500 m)
             
Furmeyer, Hautes-Alpes, 1474 m (Franck Le Driant 03/10/2012)

Synonyme:
Pyrus raboutensis (Flinck, J.Fryer, Garraud, B.Hylmö & J.Zeller) M.F.Fay & Christenh.

English name:
Rabou Cotoneaster

Nom francais:
Cotonéaster de Rabou

Weltweite Verbreitung:
France

Die Art ist nach dem Bois de Rabou, einem Wald nahe der Ortschaft Gap (Frankreich) benannt.

Diese Art wird bei Euro+Med "vorläufig akzeptiert" und in der Flora Gallica erwähnt!

 

 

 

 

Aufrechter, bis 2 m hoher, sommergrüner Strauch


Photo und copyright Franck Le Driant

Fertile Sprosse 30 - 40 mm lang, mit 4 Blättern und 3 - 8 hängenden Blüten

Blüten weiß, am Grund rosa geflecktweit offen, Kronblätter nach innen gekrümmt, deutlich länger als die Kelchblätter, 18 - 20 Staubblätter, Staubfäden weiß, Staubbeutel weiß

 

Hypanthium kahl, Kelchblätter spitz, Blütenstiele behaart 
Früchte kugelig, karminrot, 8 - 10 mm im Durchmesser, kahl, höchstens am Grund mit wenigen Haaren, meist mit 3 Steinkernen


Photo und copyright Franck Le Driant

Blätter eiförmig, 36 - 42 mm lang, 23 - 30 mm breit, vorne stumpf oder spitz


Photo und copyright Franck Le Driant

Blätter oberseits dunkelgrün, nicht glänzend, mit 4  Blattaderpaaren, kahl
5 - 7 mm lang gestielt


Photo und copyright Franck Le Driant

Blattunterseite graufilzig


Photo und copyright Franck Le Driant

 

 

8     Weit verbreitete Art, Kelchblätter stumpf, Blattoberseite zur Blütezeit schwach behaart, später verkahlend


 Cotoneaster integerrimus Medik.
(Gewöhnliche Zwergmispel)

IV - V, Felsgebüsche, Wälder (500 - 1500 m)
             Kyffhäuser, Barbarossahöhle
             Thüngersheim, Franken

             Rochers de Naye, Schweiz
             Botanischer Garten Tübingen

Synonyme:
Cotoneaster vulgaris Lindl.
incl.
Cotoneaster pyrenaicus Gand.

English name:
Common Cotoneaster

Nom francais:
Cotonéaster commun

Nome italiano: 
Cotognastro minore

Verbreitung in Deutschland:
Mittelgebirge zerstreut (vor allem Schwäbische Alb, Fränkische Alb, Eifel, Hunsrück, Thüringen; sehr zerstreut Süderbergland, Weserbergland, Harz, Odenwald, Rhön, SW-Sachsen-Anhalt, Sachsen), Alpen selten

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: unbeständig, Hessen: nicht gefährdet, Niedersachsen: 4 (potentiell gefährdet), Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Sachsen: 3 (gefährdet), Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Germany, Austria, Switzerland, 
Spain, Andorra, France, Corsica, Italy, Slovenia, Croatia, Serbia & Kosovo, Bosnia & Hercegovina, Montenegro, Macedonia, Albania,
Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East), Ionian Isl., 
Liechtenstein, Luxembourg, Bulgaria, Czech Republic, Slovakia, Netherlands,  Hungary,  Poland, European Russia, Romania, Crimea, Ukraine, Turkey, Iran

Eingebürgert in:
*Korea

integerrimus = ganzrandig

In der Flora Gallica wird noch weiter unteschieden in Cotoneaster pyrenaicus Gand und Cotoneaster intergerrimus.

 

 

 

 

 

Aufrechter, 1,5 - 2 m hoher, sommergrüner Strauch

Fertile Sprosse 15 - 25 mm lang, mit 2 - 4 Blättern und 3 - 4 hängenden Blüten
Blüten rosa, offen, 20 Staubblätter, Staubfäden weiß, am Grund rosa, Staubbeutel cremeweiß


Photo und copyright Michael Hassler

Kronblätter nach innen gekrümmt, ca. 1 mm länger als die Kelchblätter
Blütenstiele schwach behaart


Photo und copyright Michael Hassler

Kelchblätter stumpf, auf der Fläche kahl, am Rand behaart, Hypanthium kahl

Früchte 8 - 10 mm im Durchmesser, kahl, meist mit 3 Steinkernen

Reife Früchte kugelig, rot


Photo und copyright Andrea Moro

Blätter eiförmig, vorne stumpf oder spitz, 3 - 8 mm lang gestielt

Blätter 32 - 55 mm lang, 21 - 38 mm breit

Blätter oberseits grün, nicht glänzend, mit 4 - 6 Blattaderpaaren, oberseits verkahlend

Blattunterseite filzig