Home Nach oben Artenverzeichnis Familien Bestimmung Exkursionen Hilfe

Carlina- Blätter dornig, Köpfchen mit hellgelben Hüllblättern

Verbreitung: Kroatien, Albanien, Griechenland
Äußere Hüllblätter deutlich länger als die inneren, 20 - 25 mm breit
> 1


Photo und copyright Lia Liakou


Äußere Hüllblätter ca. so lang wie die inneren, 4 - 9 mm breit
> 2

 

1       Äußere Hüllblätter deutlich länger als die inneren, 20 - 25 mm breit


 Carlina frigida Boiss. & Heldr.
(Eis- Golddistel)


Photo und copyright Lia Liakou

VI - IX, Fels- und Schotterfluren (900 - 2100 m)
              Taygettos, Peloponnes (Lia Liakou 29.07.2018)

Synonyme:
Carlina frigida ssp frigida Boiss. & Heldr.
Carlina acanthophylla Hausskn

English name:
Ice Carline Thistle

Weltweite Verbreitung:
Croatia, Albania, 
Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, E- Central)

Etymologie:
- Carlina: benannt nach Karl dem Großen (747 - 814), dem im Traum ein Engel eine Eberwurz  gezeigt haben soll, um seine Armee vor der Pest zu heilen
- frigida: kalt, frostig

 

 

Pflanze 15 - 50 cm groß
Köpfchen in Gruppen von 2- 6

 

Köpfchen 13 - 20 mm breit

 

Äußere Hüllblätter deutlich länger als die inneren, fiederteilig, 
schwach dornig, 20 - 25 mm breit

Innere Hüllblätter 12 - 15 mm lang, 1,5 mm breit, hellgelb bis weißlich
Röhrenblüten gelb oder violett


Photo und copyright Lia Liakou

Blätter 8 - 10 cm lang, 2 - 4 cm breit, meist kahl, mit langen Dornen
höchstens auf der Unterseite etwas filzig

 

 

 

2       Äußere Hüllblätter ca. so lang wie die inneren, 4 - 9 mm breit

Endemit in Kroatien
Blätter tief dornig fiederschnittig, Abschnitte breiter als das restliche Blatt
> 3

 

Weit verbreitete Arten
Dornige Abschnitte deutlich kürzer als das restliche Blatt
> 4

 

3     Endemit in Kroatien, Blätter tief dornig fiederschnittig, Abschnitte breiter als das restliche Blatt


 Carlina fiumensis Simonkai
(Rijeka- Golddistel)

 

VI - IX, Fels- und Schotterfluren, Karstwiesen
              Rijeka, Kroatien
              Bakarbucht
              Krk, Kroatien

Synonyme:
Carlina frigida ssp fiumensis (Simonkai) H. Meusel & A. Kästner
Carlina acanthophylla Hausskn

English name:
Rijeka Carline Thistle

Weltweite Verbreitung:
Croatia (Bucht von Rijeka, Insel Krk, Istrien)

Siehe auch:
"Carlina frigida ssp fiumensis - neu für Istrien" von Ernst Vitek, Wien (erschienen: 2000)

Etymologie:
- Carlina: benannt nach Karl dem Großen (747 - 814), dem im Traum ein Engel eine Eberwurz  gezeigt haben soll, um seine Armee vor der Pest zu heilen
- fiuminense:
Der Freistaat Fiume, auch Freistaat Rijeka war ein unabhängiger Freistaat um die heute als Rijka zu Kroatien gehörende Stadt Fiume, der von 1920 bis 1924 bestand. Das Staatsgebiet umfasste die Stadt Fiume und das nördliche Umland sowie einen Korridor, der es mit Italien verband. (nach wikipedia)

 

 

Pflanze 12 - 20 cm groß
mehrere Stängel entspringen einer gemeinsamen Wurzel

Stängel reich und dicht beblättert, Internodien der mittleren Stängelblätter nur 4 - 8 mm lang

Äußere Hüllblätter 15 - 20 mm breit, ca. so lang wie die inneren, fiederteilig, dornig

Innere Hüllblätter 12 - 15 mm lang, 1,5 mm breit, hellgelb bis goldgelb
Blüten gelb

 

Blätter 5 - 12 cm lang, 2 - 3 cm breit, am Grund verschmälert,
tief fiederschnittig, Fiederabschnitte länger als der Rest des Blattes

 

 

 

4     Weit verbreitete Arten, Dornige Abschnitte deutlich kürzer als das restliche Blatt

Obere Stängelblätter 2 - 7 cm lang, 2 - 4 mal so lang wie breit, durch aufgebogene Fiederabschnitte kraus, mit von 2 kräftigen Dornzipfeln flankierter Spitze
> 5

Obere Stängelblätter 6 - 10 cm lang, 4 - 8 mal so lang wie breit, flach, nicht buchtig,
mit feinen Dornen, die sich zwischen den längeren befinden
> 6

 

5      Obere Stängelblätter 2 - 7 cm lang, 2 - 4 mal so lang wie breit, durch aufgebogene Fiederabschnitte kraus


 Carlina vulgaris L.
(Gewöhnliche Golddistel)

VI - IX, Trockenrasen, lichte Wälder (0 - 1800 m)
              Untergrombach, Michaelsberg, Baden- Württemberg, ca. 230 m ü.M. (10.08.2008)
              Neuleiningen, Rheinland-Pfalz, ca. 300 m ü.M. (11.08.2008)

Zu den Unterarten

Synonyme:
Kleine  Eberwurz
Carlina taurica KIok.

English name:
Common Carline Thistle

Nom francais:
Carline commune

Nome italiano: 
Carlina comune

Verbreitung in Deutschland:
Sachsen, Mitte und Süden mäßig häufig (Z-Hessen und O-Bayern selten), zerstreut östliches Schleswig-Holstein bis Wendland, selten oder Einzelfunde restlicher Norden 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: 1 (vom Aussterben bedroht), Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: 1 (vom Aussterben bedroht), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: 3 (gefährdet), Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: 3 (gefährdet), Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: 3 (gefährdet), Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, Andorra, 
France, Italy (widespread), 
Slovenia, Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia, Albania, Greece (Peloponnes, S-Pindos, N-Pindos, E-Central, N- Central, N- East),
England, Channel Isl., Ireland, Northern Ireland, Norway, Sweden, Finland, Denmark, Netherlands, Belgium, Luxembourg, Liechtenstein, Poland, Czech Republic, Slovakia, Hungary,  Romania, Bulgaria, Turkey, Crimea, Estonia, Latvia, Lithuania, Moldova, Ukraine,  Iran, 

Eingebürgert in:
*USA

Etymologie:
- Carlina: benannt nach Karl dem Großen (747 - 814), dem im Traum ein Engel eine Eberwurz  gezeigt haben soll, um seine Armee vor der Pest zu heilen
- vulgaris: gewöhnlich

 

 

Pflanze 10 - 30 cm groß
meist mehrköpfig

Köpfe 1,5 - 2,5 cm im Durchmesser, innere Hüllblätter hellgelb
Röhrenblüten gelb oder violett

äußere Hüllblätter nicht länger als die inneren

Äußere Hüllblätter mit kräftigen Dornzipfeln

Früchte mit Pappus

Stängel und Blätter anfangs spinnwebig- wollig behaart

Obere Stängelblätter fiederteilig, länglich- eiförmig, 2 - 7 cm lang, 2 - 4 mal so lang wie breit,
durch aufgebogene Fiederabschnitte kraus

Obere Stängelblätter mit dreieckiger, von 2 kräftigen Dornzipfeln flankierter Spitze

Untere Stängelblätter deutlich länger und weniger krau als die oberen

 

 

6     Obere Stängelblätter 6 - 10 cm lang, 4 - 8 mal so lang wie breit, flach, nicht buchtig,mit feinen Dornen, die sich zwischen den längeren befinden


Carlina biebersteinii Bernh. ex Hornem.
(Langblättrige Golddistel)


Photo und copyright Tatiana Vinokurova

VI - IX, Trockenrasen, lichte Wälder (0 - 1000 m)
              Hurlach, Hurlacher Heide, Bayern, ca. 560 m ü.M. (15.08.2016)

Zu den Unterarten

Synonyme:
Gewöhnliche Steife Eberwurz
Carlina longifolia Reichenbach

English name:
Bieberstein's Carline Thistle

Nom francais:
Carline de Bieberstein

Nome italiano: 
Carlina di Bieberstein

Verbreitung in Deutschland:
Selten Alpen (westlich des Inns) und Voralpenland

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Bayern: 4 (potentiell gefährdet), Mecklenburg-Vorpommern: 4 (potentiell gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
France, Italy, 
Slovenia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia, 
Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, N- Pindos, N- Central, N- East)
Finland, Poland, Czech Republic, Slovakia, Hungary, Romania, Bulgaria, European Turkey, Turkey, Estonia, Latvia, Lithuania, Belarus, Moldova, Ukraine, NEuropean Russia, N-Caucasus, Siberia, China, Kazakhstan

Etymologie:
- Carlina: benannt nach Karl dem Großen (747 - 814), dem im Traum ein Engel eine Eberwurz  gezeigt haben soll, um seine Armee vor der Pest zu heilen
- biebersteinii:
benannt nach Friedrich August Freiherr Marschall von Bieberstein (1768 - 1826)

 

 

 

 

 

Pflanze 20 - 70 cm groß
Stängelblätter von der Rosette bis zur Sprossspitze allmählich kürzer werdend

Blütenstand 1 - 10- köpfig

Köpfe 1,5 - 4 cm im Durchmesser, innere Hüllblätter hellgelb,

Röhrenblüten gelb oder violett, Blätter spinnwebig graugrün


Photo und copyright Tatiana Vinokurova

Äußere Hüllblätter 4 - 9 mm breit, mit langen Dornen


Photo und copyright Tatiana Vinokurova

Obere Stängelblätter immer flach, 6 - 10 cm lang

mit feinen Dornen, die sich zwischen den längeren befinden, 


Photo und copyright Tatiana Vinokurova

Untere Stängelblätter und Rosettenblätter linealisch, flach, mit kurzen Zähnen